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Gewöhnliche Berberitze

(Berberis vulgaris)

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1 — 3 m indigen LC
Berberis vulgaris
Synonyme: Sauerdorn, Weinscharl, Zitzerlbeer. Nanophanerophyt, coll-sa. Die Laubblätter sind einfach und sommergrün. Die Zweige tragen 1 — 5-teilige Dornen (meist 3-teilig). Die Laubblätter sind gezähnt. Die Kelche sind grünlich-gelb, Kron- und Nektarblätter gelb. Die Blüten erscheinen in hängenden Trauben. Die roten Früchte schmecken säuerlich (Lit). In der Volksmedizin gegen Leberleiden und Gallensteinen verwendet. Beeren, Wurzeln, Rinde - wird alles für Tees und mehr angeboten. Die Art kommt in allen österreichischen Bundesländern vor und ist nur im südöstlichen Alpenvorland gefährdet (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW. Aufnahme: 29.04.2017 Traunau bei Traun
 
Berberis vulgaris
 
 
Berberis vulgaris
 
 
Berberis vulgaris
 
 
Berberis vulgaris
Typisch sind die dreiteiligen Dornen. Aufnahmen: 11. und 12.05.2008 Traunau bei Pucking    
 
Berberis vulgaris
Aufnahme: 14.08.2007 Traunau bei Traun
 
Dornen
 
 
alte und neue Blätter
Koordinaten des Standortes: 48°11'16,68"N, 14°9'35,92"E. Aufnahmen: 02.04.2025 Pucking

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"1123. B. vulgaris L. (Gemeiner S. — Berberitze. — Zizerlstrauch. — Weinscharling.)
Strauch 4 — 6' hoch, mit ästig ausgebreitetem, gelben Färbestoff enthaltendem Wurzelstocke, blassgelbem Holze, glatten, kahlen, ruthenförmigen Aesten. Blätter wie die ganze Pflanze kahl, hellgrün, kurzgestielt, in abwechselnde Büschel zusammengestellt, länglich verkehrt - eiförmig, stumpf oder ziemlich spitz, feinstachelig gesägt, unter jedem Blätterbüschel ein einfacher oder 3theiliger Dorn. Blüthen in seitenständigen, hängenden Trauben. Kelch- und Kronblätter honiggelb, kugelig zusammenneigend, übelriechend. Beeren länglich-walzlich, scharlachroth, sehr reich an Apfelsäure. Die Rinde besonders der Wurzel besitzt einen bitteren, dem Rhabarbarin verwandten, gelben Färbestoff, und aus den Beeren werden die sogenannten Weinscharlingzelteln bereitet.
Mai — Juni


An Waldrändern, Hecken, Augebüschen, auf felsigen Abhängen, besonders auf kalkreichem Boden, in niedrigen, gebirgigen und alpinen Gegenden gemein. Um Linz, zunächst in Auen der Donau zwischen der Ueberfuhr und dem Seidlufer. Massenhaft im Kalkgerölle des vom Stücklerkahr des kleinen Priels abslürzenden Giesbaches im Hinterstoder und anderen Alpenbächen."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 379), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
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 Letzte Bearbeitung 23.02.2026

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